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Modellvorhaben

  1. Auftrag

    Auf Beschluss des Interministeriellen Ausschusses für Geoinformation des Bundes (IMAGI) vom 08.02.2011 wurde seiner Arbeitsgruppe „Kosten- und Lizenzfragen“ der Auftrag zum Aufbau und zur Koordinierung eines Modellvorhabens zur Erprobung eines bundesweit einheitlichen Lizenzierungsprozesses für die Bereitstellung staatlicher Geoinformationen erteilt. Das Modellprojekt hat insgesamt eine Laufzeit von 2 Jahren. Der Start ist im Herbst 2011 geplant.

  2. Ziel des Modellvorhabens

    Neben einer Anpassung rechtlicher Rahmenbedingungen im GeodatenZugangsGesetz (GeoZG) steht die Erprobung eines bundesweit und verwaltungsübergreifend einheitlichen, einfachen Lizenz- und Kostenmodells im Vordergrund. Auf Basis der bei der Kommission für GeoInformationsWirtschaft des Bundeswirtschaftsministeriums (GIW) entwickelten Standardlizenz „GeoLizenz“ mit Pauschaltarifmodell soll geprüft werden, inwieweit eine vereinfachte und standardisierte Bereitstellung und Nutzung von Geodaten und Geodatendiensten in Form einer Klick-Lizenzierung den Markt für staatliche Geoinformationen aktivieren kann (weitere Informationen zu den Lizenzen hier).

  3. Beteiligung von Partnern

    Das Modellvorhaben ist Verwaltungsebenen übergreifend angelegt. Gemeinsam von Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaft soll die Machbarkeit eines einheitlichen Lizenzierungsmodells im föderalen Deutschland getestet werden. Für diesen Ebenen übergreifenden Ansatz wirbt der IMAGI beim LenkungsGremium GeoDatenInfrastrukturDeutschland (GDI-DE), dem IT-Planungsrat und den GeoInformationsStaatsSekretären (GI-StS) für eine Teilnahme an diesem Vorhaben. Eine Gruppe von Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden sowie Unternehmen soll zunächst mit Pilotcharakter für eine Mitwirkung gewonnen werden. Gespräche mit potentiellen Partnern werden im Vorfeld auf allen Ebenen geführt. Für die Wirtschaft hat GIW bereits Interessenten gemeldet. Einige Bundesbehörden haben schon ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert. Gespräche mit CIOs der Länder lassen ebenfalls Teilnahmen erwarten. Auf der Kommunalebene gibt es hohes Interesse, dort werden darüber hinaus Gespräche geführt.

    Bundesbehörden Bundesamt für Naturschutz
    Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Anbieterportal)
    Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
    Deutscher Wetterdienst
    Landesbehörden Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg
    Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen
    Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen
    GeoInformation Bremen
    Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (Anbieterportal)
    Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachsen
    Kommunen Landkreis Diepholz (Anbieterportal)
    Kreis Warendorf
    Grafschaft Bentheim
    Regionalverband Ruhr
    Wirtschaft Intergraph SG&I Deutschland GmbH
    microm Micromarketing-Systeme und Consult
    Schaber GmbH
    Steine und Erden Service Gesellschaft mbH
    VdS Schadenverhütung GmbH
    in-medias-res GmbH
    Wissenschaft Leibnitz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V.
    Institut für Strategien und Folgenabschätzung des Julius Kühn-Instituts
    Deutsches Biomasse Forschungszentrum, gemeinnützige GmbH
    Institut für Photogrammetrie Universität Stuttgart

  4. Wie funktioniert die Teilnahme am Modellvorhaben?

    Zunächst müssen die mitwirkenden Behörden eine politische Entscheidung herbeiführen, dass eine Beteiligung möglich ist. Schließlich existieren in den Häusern bereits Lizenzbedingungen und Preismodelle. In dem Modellvorhaben soll aber nun ein bundesweit einheitliches Modell erprobt werden. Für die Dauer des Vorhabens müssen bestehende Regelungen daher ganz bewusst ausgesetzt werden. Im nächsten Schritt muss die Bereitschaft bestehen, an Informationsveranstaltungen teilzunehmen, in denen das Vorgehen erläutert wird und später Erfahrungsaustausche und Evaluierungen vorgenommen werden können. Darüber hinaus muss die Bereitschaft bestehen, geringfügige Anpassungen des eigenen Internetangebotes vorzunehmen, damit der internetgestützte Lizenzierungsprozess funktionieren kann. All diese Aktivitäten werden von einem Projektleiter des Modellvorhabens koordiniert. Investitionskosten entstehen den Mitwirkenden Behörden nicht.